Der neue Alfa 169 – Heckantrieb und V8-Power?

Im Jahr 2012 soll der neue Alfa 169 den in Ehren angejahrten Vorgänger Alfa 159 ablösen. Nun gibt es diesbezüglich Gerüchte, die dramatische Neuerungen in die Runde werfen.


So könnte diesen unbestätigten Berichten zufolge der Alfa Romeo 169 auf der Heckantrieb-Plattform des Chrysler 300 stehen, die auch das Muscle Car Dodge Challenger in abgewandelter Form nutzt. Neben rund 30 cm mehr Radstand, bleibt es bei der 300-Bodengruppe, würden dem Super-169 zum Einstieg dahin führen, wo der altehrwürdige Alfa Romeo 166 verblich: in die Oberklasse. Echte Alfisti dürften wegen des damit nun endlich wieder erhältlichen Hinterradantriebs das Cuore Sportivo schneller schlagen. Mit Ausnahme des Supersportwagens Alfa 8C Competizione steht seit der Einstellung des Alfa Romeo Spider der vierten Generation vornehmlich Fronttriebskost, teilweise auch mit Allrad-Würze auf der Speisekarte.

V8 Cuore Sportivo

Cuore Sportivo? Aber ja doch! Sollten die Gerüchte stimmen, könnte der neue Alfa Romeo 169 neben der Mehrlenker-Hinterachse der Mercedes E-Klasse W 210 noch ganz andere Feinkost tragen. Die Rede ist hier nicht von der historischen Doppelnocker-Spezialität, sondern doppelten Zylinderbänken. Aber nicht nur die Alfa 3.2 V6 Motoren, die mit dem wahrscheinlich höheren Fahrzeuggewicht ihre Probleme hätten und den 169 nicht standesgemäß vorwärts bringen könnten, sonder vielmehr die V8 Motoren aus Detroit. Hier wäre der 5.7 Hemi eine nette Grundausstattung, alternativ einer der kräftigen Diesel aus den Listen diesseits und jenseits des Atlantiks. Doch damit nicht genug.

Quattrofoglio Verde mit 431 PS

Spinnen wir weiter am Alfa-Tier der Zukunft: Wo schon der 5.7 V8 Platz findet, ist es für dessen potenteren Bruder, den 6.1 Hemi V8 aus der SRT8-Serie auch nicht zu eng. Mit satten 431 PS und 569 Nm Drehmoment wäre diese Triebwerk dazu prädestiniert, einen Alfa Romeo 169 QV zu befeuern. Die mögliche Quattrofoglio Verde-Version stünde damit gut gewappnet im Kampf mit AMG E-Klasse und BMW M5. Allein aus historischen Gründen wäre das grüne Kleeblatt, das nicht nur der Optik wegen einen Alfa ziert, sondern auch mit klassischen Werten des Fahrzeugbaus glänzt, Grund genug, sich mal wieder eine sportliche Bella Machina zuzulegen.

Alfa 169 doch mit Frontantrieb?

Und wenn’s nicht klappt mit großen Autos und noch größeren Ambitionen? Dann gibt es ein weiteres Auto, das mit seiner Auslegung als Frontfräse zum Mittelmaß und Vergessenwerden ausgeliefert ist. Sollte der neue Alfa 169 jedoch auf der Plattform des Mittelklasse-Modells Dodge Caliber stehen, wäre immerhin der SRT4-Motor mit 295 Turbo-PS ein Lichtblick. Bis dahin heißt es abwarten und Kleeblätter suchen, wird doch der neue Alfa Romeo 169 nicht vor 2012 erwartet. Dann vielleicht auch schon mit Hybrid-Antrieb oder sonstigen Möglichkeiten futuristischer Motorisierung.