De Tomaso wieder im Geschäft

Wenn der Name De Tomaso fällt, spitzen Auto Fans die Ohren. Auf dem Genfer Autosalon 2011 wurde das Comeback des Nobelherstellers mit dem De Tomaso Deauville optisch eindrucksvoll angekündigt.


Die Automarke De Tomaso wurde im Jahr 1959 vom Argentinier Alejandro de Tomaso (1928-2003) in Italien gegründet. Als erstes Straßenfahrzeug präsentierte der Kleinserienhersteller 1963 den Vallelunga. Weniger der De Tomaso Mangusta, sondern vielmehr der zwischen 1971 und 1993 über 7000 Mal gebaute Sportwagen De Tomaso Pantera sorgte für gefüllte Kassen. Die von 1971 bis 1988 produzierte viertürige Oberklasse Limousine Deauville war mit 355 Exemplaren ungleich erfolgloser. Schließlich meldete das zunehmend glücklose Unternehmen im Jahr 2006 den Konkurs an.

De Tomaso Deauville debütiert in Genf

De Tomaso kam im Herbst 2009 wieder ins Gespräch, als der Italiener Gian Mario Rossignolo mit seinem IAI-Konzern sich die Rechte am Markennamen sicherte. Auf dem Autosalon Genf 2011 wurde nun das erste Fahrzeug nach Reanimation der Marke, der De Tomaso Deauville, vorgestellt. Der abermals nach dem französischen Seebad bezeichnete „Sport Luxury Sedan“ hätte durchaus SLS heißen sollen, doch das hätte Mercedes auf den Plan gerufen. an, weshalb auch lange die Bezeichnung SLS im Gespräch war. Optisch greift der von Pininfarina gezeichnete Deauville stilistische Kniffe direkter Konkurrenten wie vom BMW 5er GT oder vom Audi A7 auf.

De Tomaso nutzt nun GM- statt Ford-Technik

Der neue De Tomaso Deauville wird vom 300 PS starken 2,8-Liter-V6-Turbobenziner aus Opel Insignia befeuert. Die Kraftübertragung auf alle vier Räder erfolgt ebenfalls über die vom Rüsselsheimer bekannte Automatik mit sechs Stufen. Laut Hersteller soll das 5,08 Meter lange und 1,63 Meter hohe Oberklasse-Modell damit den Sprint von null auf 100 km/h in 6,7 Sekunden bewältigen, bei 250 km/h ist auch hier elektronisch verordnet Schluss. Den Innenraum des De Tomaso zieren edelste Materialien wie Leder, Karbon und Alcantara, während der Kofferraum unter dem Fließheck 700 Liter Gepäck aufnimmt.