Mit dem Renault Sport Megane haben die Franzosen ein heißes Eisen in der Kompaktklasse geschmiedet. Wie ein Sportwagen sieht der Megane Sport jedoch nicht aus.
Immerhin hat der Renault Sport Megane Beschleunigungswerte, die so manchen älteren Sportwagen verblassen lassen: In 6,1 Sekunden flitzt der Megane Sport aus dem Stand auf 100 km/h und erlaubt 245 km/h Höchstgeschwindigkeit. Warum das frontgetriebene Fahrzeug allerdings als Megane Coupe – es ist und bleibt ein Schrägheck - bezeichnet wird, ist fragwürdig, doch preisen andere Hersteller ja auch alles Mögliche als Coupe an. Der Renault Sport Megane zeichnet sich durch ein an die Frontflügel der Renault Formel 1-Rennwagen angelehntes Leitblech in der Frontschürze aus, während am Heck das in den Diffusor integrierte zentrale Auspuffendrohr für Aufmerksamkeit sorgt. [...mehr]
Der SsangYong Chairman sieht aus wie das beste Auto der Welt. In dessen Glanze will sich schließlich jeder sonnen, auch wenn er nur ein ärmlicher Emporkömmling ist.
Im SsangYong Chairman ist ein Auto sofort zu erkennen: Die aktuelle Mercedes S-Klasse W221 gab eindeutig Designanleihen für Front und Seitenlinie. Damit dürfte auch geklärt sein, welches gemeinhin als bestes Auto der Welt angesehen wird, denn abstoßenden Autos erweist niemand durch Kopien die Ehre. Damit Audi- und BMW-Fans nun nicht beleidigt sind: Der Kühlergrill der Mittelklasse Limousine mit Oberklasse-Anspruch nimmt die Kontur vom Singleframe-Grill auf, während die Heckleuchten und der Hofmeister-Knick an ältere 7er erinnern. [...mehr]
Der Hyundai Equus wird auf dem deutsche Automarkt eine Rarität wie Heckantrieb bei Audi bleiben. Gerade deshalb lohnt es sich, das interessante Fahrzeug einmal näher zu begutachten.
Beim Hyundai Equus nicht gleich zu wissen worum es geht, ist keine Schande; die Limousine wird je nach Region auch als Hyundai Centennial oder Hyundai Genesis Prestige vermarktet. Als Hyundai 2009 die zweite Generation der Oberklasse Limousine an Autohändler schickte, behielt man eien Tugend des Vorgängers bei und fertigte wie auch bei Audi oder BMW eine Langversion, die mit 549 cm um 33 cm länger ist als die Standardvariante. Optisch orientiert sich das Fahrzeug deutlich an der Mercedes S-Klasse; die rechteckigen Auspuffblenden sah man in der Form auch schon am aktuellen Lexus LS. [...mehr]
Wie es schon zuvor die S4, S6 und S8-Modelle taten, stellte auch der S3 Audi auf eine Stufe mitv der BMW M-GmbH und Mercedes-AMG. Einen fixen Kompaktwagen hatten allerdings weder die Münchner noch die Stuttgarter im Portfolio.
Der erste Audi S3 8L basierte erwartungsgemäß auf dem Audi A3 und hatte den Audi 1.8T-Motor mit 210 und später 225 PS unter der Haube. Der S3 der zweiten Generation debütierte im November 2006 und ist als dreitüriger Audi S3 oder als fünftüriger Audi S3 Sportback erhältlich. Befeuert wird der kompakt Sportwagen von einem 2,0-l-Reihenvierzylinder-Ottomotor mit Benzindirekteinspritzung und Abgasturbolader. Der serienmäßige Allradantrieb quattro schaltet automatisch per Haldex-Kupplung zu, wenn die 225/40-er Reifen auf 18-Zoll-Felgen aus Leichtmetall Traktionsschwierigkeiten bekommen. [...mehr]
Beim Mini Beachcomber klingt dies nach Fast-Nacktheit. Tatsächlich hat das Concept Car kaum Karosseriebleche an und erlaubt dem Ampelnachbarn den freien Blick auf die Insassen.
Der Mini Beachcomber debütierte im Dezember auf der Detroit Motor Show 2010. Das Mini Concept Car ist dem radikal offenen Karosseriekonzept kompromisslos auf maximalen Fahrspaß getrimmt. Vier Sitzplätze an der Sonne sind ohnehin attraktiv. Im Gegensatz zu seinem historischen Vorbild Mini Moke walzt der höhergelegte Beachcomber seine vier angetriebenen Offroad-Reifen auf 17 Zoll-Felgen per Allradantrieb über den Strand. Das Quasi-Targa-Dach kann mit einer Stoffbahn verdeckt, die fehlenden Türen durch Leichtbauexemplare gegen Wind und Regen abgedichtet werden. Die Dachstruktur mit dem „Mini“-Schriftzug im Querträger dient neben der Karosserieversteifung als Überrollschutz. [...mehr]
Wer hätte das gedacht: Mit dem Young Activity Van III zeigt Dacia ein Wohnmobil-Konzept auf Basis des Logan, das sich wie der Teilespender an die preisbewusste Kundschaft wendet.
Auf dem am 29. August beginnenden Düsseldorfer Caravan Salon präsentiert die rumänische Renault-Anhängsel Dacia ein Wohnmobil der untersten Preiskategorie. Das mobile Hotel im Ein-Stern-Segment soll für gerade einmal 15.900 Euro die Abfahrt in die große weite Welt ermöglichen. Die Ausstattung des “Young Activity Van III” übernimmt die der Logan-Stillinie “Ambiance”. Somit verfügt der kleine Camper unter anderem über Servolenkung, Zentralverriegelung und – oho - höhenverstellbare Sicherheitsgurte. Die Motorisierung übernimmt der aus dem Sandero bekannte 1,6-Liter-Benziner mit 87 PS.
Im Dacia Logan MCV wohnen
Was zunächst äußerst unattraktiv klingt, erweist sich besser als gedacht, denn die Köpfe [...mehr]
Was ist denn das? Die amerikanische Firma SV Motorcompany nutzt Chassis und Technik der Corvette C6 von Chevrolet, um darauf den 9C Competizione zu bauen. Die Nutzung bewährter Chevrolet-Teile ist nichts neues, was die SV Motorcompany ersann aber schon.
Die Website des Herstellers gibt sich mit markigen Aussagen wie „Der 9C ist ein Meisterstück von Form und Funktion“ äußerst selbstbewusst. Eine Plakette am vorderen Kotflügel mit der Aufschrift „Disegno de …“ (Unleserlich, wird auch nicht im Text genannt) soll auf die italienische Abstammung hinweisen. Diese manifestiert sich vor allem in Designanleihen. Besonders der Alfa 8C Competizione stand hier Pate, nicht nur in der Namensgebung. Die kleinen Frontscheinwerfer und die auf eins pro Seite reduzierten Rücklichter sprechen Bände.
Ein Dreirad mit Motor – da schwebt einem sofort ein Trike vor, mit langer Gabel und hinten zwei richtig dicken Walzen. Befeuert wird das Gefährt natürlich von einem V2 oder einem Käfermotor. Piaggio stellt mit dem X8-Nachfolger MP3 klar, dass diese Vorstellung überholt ist.
Flotter Dreier aus Italien
Zunächst erscheint der MP3 wie ein gewöhnlicher Roller, wären da nicht zwei Räder an der Vorderachse. Ab dem Lenkkopf ist es ein Roller, so wie man ihn kennt. Doch trotz mehr als 50 ccm Hubraum darf jeder Inhaber eines Autoführerscheins Spaß an den Viertaktmotoren haben. Die ausreichende Spurweite von 465 mm bewirkt nämlich, dass der MP3 als Dreirad eingestuft wird und so für den Betrieb keinen Motorradführerschein verlangt. Mit diesem Kniff will Piaggio die Pkw-Fahrer anlocken. Die Gesetzeslage bedingt jedoch auch eine platzraubende Fußbremse die auf alle Räder wirkt, zusätzlich gibt es die Handbremshebel für vorn und hinten am Lenker.
Dreikampf im Straßenverkehr
Mittels dritten Rades ermöglicht der MP3, die Gefahren des Rollerlebens zu minimieren. Sorgten sonst nasses Laub oder rutschige Kanaldeckel in Verbindung mit den rollertypischen kleinen Reifen schnell für brenzlige Situationen, bleibt der MP3 souverän. [...mehr]
Der britische Fahrzeughersteller Lotus plant, einer der saubersten Autobauer zu werden. Um diese ehrgeizigen Ziele, die dem Bau kompromissloser Sportwagen ohne Schnickschnack tendenziell entgegenstehen, zu erreichen, soll das grüne Gegenstück als reines Elektrofahrzeug konzipiert werden. So wird CO2 nur bei der Herstellung und jedem Aufladevorgang an die Umwelt abgegeben. Das Fahrzeug soll bereits ab 2015 erhältlich sein.
Sparsamkeit im Lotus City Car
Von der Leistung kann das Fahrzeug nicht mit den Esprit und Elise der Jetztzeit mithalten. Wo andernorts Turbolader für noch mehr Dampf sorgen, geht es im City Car eher ruhig an. Ein Heckmotor mit einer Leistung von maximal 50 PS treibt den kleinen Lotus an. Mit den sehr platzsparend im Unterboden montierten Lithium-Ionen-Akkus soll bei 18 PS Motorleistung eine Reichweite von 30 km im Stadtverkehr bestehen. Danach sind vergleichsweise lange 3,5 Stunden Ladepause angesagt. Für den Langstrecken oder den Winterbetrieb des City Car können im Lotus weitere Akkusätze zugeaschaltet werden, mit diesen sind bis zu 50 km bei bis zu 105 km/h Topspeed drin. Die Beschleunigung soll konzeptbedingt bis 65 km/h beachtlich sein.
Keine Elise-Power im City Car
Mehr Gemeinsamkeiten zu den üblichen Lotuskrachern als der Antrieb bietet der Karosserieaufbau. Diese ist in bester Colin-Chapman-Tradition ganz auf Leichtbau ausgelegt. Hierzu bedient sich das Lotus City Car eines Spaceframes aus Aluminium und Türen aus einer Magnesiumlegierung. Die Optik des summenden Elektrogefährts erinnert hingegen sehr an das Vorgehen der chinesichen Firma CMEC. Die kopierte einfach mal den Smart Fortwo, dem auch das City Car sehr ähnlich sieht. Wesentlicher Unterschied des Kleinwagens von 2,60 Meter Länge und 1,60 Meter Breite ist das Platzangebot für vier Personen. Ein Pritschenwagen, der an eine Citroen-Jumper-Miniatur erinnert, soll ebenfalls gebaut werden.
Extrem stadttauglicher Lotus
Bei einem Wendekreis von lediglich 6,5 m dürfte es nur selten zum klassischen Wenden in drei Zügen kommen. Somit wird der Fahrer des City Car auch viel weniger an der Automatik mit den drei Einstellungen Fahren, Zurücksetzen und Parken zu tun haben. Stadttauglich erweisen sich auch die flach abgleitenden Türen. Über flexibel einstellbare Vordersitze soll den Hinterbänklern einigermaßen erträgliches Sitzen gewährleistet werden, der Smart muss auf ähnlichem Radstand hingegen nur eine Sitzreihe unterbringen. Da kann man fast von Glück sagen, dass die Reichweite des kleinen Lotus recht begrenzt ist. [...mehr]
Kaum ein Auto kommt von seinen Abmessungs-, Leistungs- und Gewichtsdaten so nah an Lastwagen heran wie ein Bentley. Das bemerkte einst der Leichtbauverfechter Monsieur Bugatti und vespottete die Rennwagen aus dem Hause Bentley als die schnellsten Lastwagen der Welt.
Der Sonne näher im Bentley Azure T
Der seit 2008 erhältliche Azure T ist da keine Ausnahme. Das Cabrio mit einer Länge von 541 cm und 190 cm Breite bringt leer stattliche 2695 kg auf die Waage. Mit vollem Tank und vier Mitfahrern ist der Sprung über drei Tonnen für das zweitürigen Azure T kein Problem. Das gepolsterte und schallisolierte Dach verschwindet bei Sonnenschein hinter der Rückbank und gibt den Blick aus prachtvolle Interieur frei. Aluminium im Zapfenschliff am Armaturenbrett, feinste Teppiche auf dem Boden, und edelst geprägtes Rautenleder sowie Wurzelholz an Sitzen, Mittelkonsole und Türen wetteifern um runtergeklappte Kinnladen. Unfassbar. Der aus dem Vollen gefräste Wählhebel des Getriebes kann glänzend mithalten. Mit Sicherheit werden die Fauteuils nie Schokoladenflecken kennenlernen. Allerhöchstens einen grob abgelegten Kaschmirmantel.
T für Turbo im Bentley Azure
Seit Bentley 1982 im Mulsanne einen Turbolader einbaute, stieg die Leistung um „50 Prozent mehr als ausreichend“ an. Der sanfte Druck in der Superluxusklasse brachte auch mehr Käufer, sodass Bentley ab da stets ein Turbomodell anbot. Konkret leistet der Biturbo-V8 im klassischen Sechs-und-drei-viertel-Liter-Format 507 PS und walzt sein über alle Zweifel erhabenes Drehmoment von 1000 Nm an die 255er Pirellis der Hinterachse. Sollte der Bentleyfahrer alle Contennance missen lassen, schiebt der Azure T in 5,5 sec auf 100 und hört erst bei 288 Tachoeinehiten auf. Seine Lordschaft schaltet selbstverständlich nicht selbst, sondern überlässt dies der ruckfreien Sechsstufenautomatik. Das 20-zöllige, chromglänzende Schuhwerk wurde der Arnage-Limousine entnommen.
Königliches Fahrvergnügen im Azure T
Mit Bodenwellen, Querfugen oder sonstiger Unbill proletarischen Straßenbaus gibt sich der Bentley Azure T gar nicht erst ab. Sein hohes Gewicht bügelt sie in Zusammenarbeit mit dem 311 cm langen Radstand einfach aus und belässt es dabei. Die erlauchten Bentley-Passagiere müssen doch nun wirklich nicht vom Asphaltzustand behelligt werden. Also bitte. Insgesamt stellt sich das Zusammenspiel des sportlich-komfortabel ausgelegten Fahrwerks als überragend dar. Wünsche bleiben nicht offen.
Bentley-Credo: Für nichts gibt`s nichts
Erwartungsgemäß hat der adlige Schwerathlet Durst wie ein Arbeiter in der Sonne. Unter 20 Litern verweigert der Azure T jeglichen Dienst. Das Petroleumdestillat läuft beim Tanken endlos durch den Jewel-Tankverschluss aus gefrästem Aluminium. Seine Trunksucht brachte dem Bentley Azure T das Prädikat „schlimmster Trinker in seiner Klasse“ vom United States Department of Energy ein. Einzige Klassenkameraden dürften ohnehin sein turboloser Bruder Azure und das Rolls Royce Drophead Coupe sein, das gute 40.000 € mehr kostet. Doch das alles dürfte den Lenker des 400.000 Euro-Schlosses mit dem charakteristischen Edelstahlgrill überhaupt nicht interessieren. [...mehr]