American Style – Fahren wie im Wilden Westen


In Deutschland sind sie Außenseiter, in den USA stehen sie an jeder Ecke – die Rede ist von Pickup Trucks oder schlicht Pickups. Die F-150 Baureihe von Ford war im letzten Jahr das meistverkaufte Modell in den USA, sozusagen der Ami-Golf. 400.000 Exemplare wurden davon verkauft, ein Volumenmodell in Form eines Kleinlasters. Hierzulande wurden im gleichen Zeitraum gerade einmal 13.500 Pickups insgesamt verkauft. Das ist auch kein Wunder, der Zahl der Handwerker, der Forst- und Landwirte die so ein Fahrzeug wirklich braucht ist stark begrenzt. Soviel Platz wie im Mittleren Westen gibt es in deutschen Großstädten auch nicht. Diejenigen, die meinen, auf mitteleuropäischen Straßen unbedingt allradgetrieben unterwegs sein zu müssen, greifen eher zu einem SUV als zu so einem Lastesel mit offener Ladefläche.

Ford Ranger, Mitsubishi L200, VW Amarok – welcher darf es sein?

Bestseller bei uns war lange Jahre der Mitsubishi L200. Das hat sich geändert, als VW den ersten eigenen Pickup, genannt Amarok, heraus brachte. Seitdem stellt er ein Drittel der in Deutschland verkauften Pickup Trucks. Noch jünger auf dem Markt ist der Ford Ranger. Wirkt der L200 etwas altbacken strahlt der Amarok die von Volkswagen gewohnte, konservativ wirkende Biederkeit aus. Optisch eindeutig am frischesten kommt der Ranger von Ford daher. Beim Fahren dieser doch kleinlasterartigen Fahrzeuge bleibt ein gewisses LKW-Gefühl nicht aus, derbes Handling und Wendekreise über 12 Meter lassen nichts anderes zu. Tester bescheinigen dem Ford das geschmeidigste Fahrgefühl, Amarok und L200 fallen dagegen leicht ab.

Wer hat die Nase vorn?

Im Gelände schenken sich die drei Mulis dagegen wohl nicht viel, hohe Beinfreiheit und Allradantrieb sorgen für Vortrieb auch auf schwerem Geläuf. Die drei Muskeltiere sind mit Turbodieseln ausgestattet. Die in den Staaten üblichen V8 Benziner mit ihrem Riesendurst sind bei den heutigen Benzinpreisen auch nicht unbedingt eine Kaufempfehlung wert. Dem Mitsubishi Motor ist sein Alter anzumerken, die Konkurrenz hat hier bei Geschwindigkeit und Durchzug klare Vorteile. Hinzu kommt, dass der Verbrauch sowohl beim Amarok als auch beim Ranger deutlich niedriger ausfällt. Auch was Ladefläche und Zuladung angeht bleibt für den L200 nur der letzte Platz. Einen Vorteil hat der Japaner aber doch: Er ist deutlich billiger als seine Konkurrenten, was für die erwähnten Handwerker, Forst und Landwirte durchaus ein Argument sein kann.


Artikelbild aus dem Pressebereich: ford.de

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