Gas geben mit dem Audi S7 2012 in Schweden

Der Audi S7 Preis von 79.900 Euro ist nicht ohne. Die Leistungsdaten dafür aber auch nicht. So fiel der S7 Test wie erwartet kurzweilig aus.

Anlässlich der Audi Experience Days in Kopenhagen war mit dem Audi S7 2012 auch eine flotte Fahrt über den Sturup Raceway unweit vom schwedischen Malmö möglich. Der Weg zur Piste wurde jedoch nicht im kraftvollen S7, sondern im wirtschaftlicheren A3 8V bewältigt. Eine Möglichkeit, das Audi S-Modell vorher kennen zu lernen, gab es leider nicht: „Fahren Sie dem Instrukteur hinterher und lassen Sie bitte das Fahrzeug heil!“ Nun gut, rein ins umfassend mit Leder ausgeschlagene Interieur, den komfortablen Sportsitz elektrisch justiert und den Shifter der Siebenstufen-S tronic auf D. Jetzt darf der Audi S7 Test beginnen.

Audi S7 Test: Wer bremst, hat Angst

Los geht’s! Der 4.0 TFSI Biturbo V8 des Audi S7 grollt los, er verlangt einen zarten Gasfuß, um nicht das Heck des die Ideallinie zeigenden Instrukteurs zu demolieren: In 4,9 Sekunden saust der S7 auf 100, die extrem schnell ansprechenden Lader kennen kein Turboloch. Die Aufladung bringt 550 Nm und 420 PS/ 309 kW. Ah, der vorausfahrende Begleiter verzögert. Beabsichtigt war jedoch nicht, den Audi S7 2012 an einem lauen Sommertag gemächlich zu bewegen, sondern ihn im Sinne der Entwickler schnell einzusetzen. Daher das linke Pedal nur gestreichelt. Es langt, die Bremsscheiben hinter den 19-Zoll-Alufelgen werden heftig in die Zange genommen. Top, der S7 büßt ausreichend Tempo ein, um die Kurve zu nehmen.

Audi S7 2012 kinderleicht handzuhaben

Was beim Audi S7 Test aber für noch größeren Fahrspaß sorgte, war es, die vielen Kurven im Drift mit qiuetschenden Reifen zu durcheilen. Freilich nicht so gekonnt wie entsprechende Querfahrer vom Fach, dafür aber aufgrund des Audi quattro Allradantriebs sicher und vor allem gänzlich unkompliziert. Für noch größere Geschwindigkeiten wären härtere Abstufungen der serienmäßigen adaptive air Suspension erforderlich, die Alltagstauglichkeit und Fahrkomfort des Audi S7 indes beeinträchtigen würden. Schade war nur eines – dass der Test so bald vorüber war. Denn auch andere wollten den bösen Bruder des Audi A7 pilotieren.