Cadillac Escalade- Pimp’s first choice

Der Cadillac Escalade gehört hierzulande den automobilen Ausnahmeerscheinungen, ist aber den meisten aus Rapvideos hinlänglich bekannt. Und nicht nur alle, die einmal so richtig den Pimp mimen wollen, sind dem Escalade bestens beraten.


Der Cadillac Escalade ist genau das richtige Fahrzeug für alle jene, denen Mercedes GL und Audi Q7 zu wenig auffällig sind. Das Fullsize SUV ist – der größte Wermutstropfen nicht mit Dieselmotor, dafür aber zumindest als Escalade Hybrid erhältlich. Diese Version vom extrem komfortabel ausgestatteten Geländewagen ist für europäische Interessenten in jedem Fall die ratsamste – anstelle von 409 PS liegen nur noch derer 337 an, doch sehr beachtlich halbiert sich der Verbrauch in der Stadt von 20,1 auf 11,6 Liter beinahe. Wem das immer noch zuviel ist, der geht besser zu Fuß. Dabei erpasst der Kritiker dann auch, wie sich sieben Insassen gemütlich auf den wohlgeformten Ledersesseln des Cadillac-Trumms lümmeln.

Cadillac Escalade – Standard of the World

Dass es im Cadillac Escalade Platz in Hülle und Fülle gibt, war markentypisch zu erwarten: Satte 295 cm Radstand auf 514 cm Außenlänge sind ein Wort, der robuste Leiterrahmen ebenfalls. Mit 2729 kg Leergewicht ist der Escalade Hybrid zwar am oberen Ende der Skala angesiedelt, doch lässt sich mit der Masse auch so manche Straßenunebenheit einfach ausbügeln. Und wenn die Straße unbefestigt ist, sorgt die minimale Bodenfreiheit von knapp 23 cm in Kombination mit dem permanenten Allradantrieb für problemloses Fortkommen. Ebenso erfreulich ist, dass das zulässige Gesamtgewicht von 3402 kg sieben ausgewachsene Personen UND ihr Gepäck erlaubt. Das können neben dem Cadillac nicht allzu viele.

Cruisen im Escalade

Was den Cadillac Escalade Hybrid wie auch die konventionell angetriebene Version deutlich von seinen europäischen und japanischen Konkurrenten unterscheidet, ist neben der 285/45R22 Bereifung auf fetten 22-Zoll-Felgen die vergleichsweise geringe Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h. Andererseits dürfte der Benzinverbrauch exorbitant steigen, sollte man die elektronische Begrenzung des Spitzentempos irgendwie deaktivieren. Man muss ja auch nicht immer rasen. Vielmehr gilt es den klassischen, seidenweich laufenden V8-Motor ohne Aufladung und Downsizing zu genießen, der mit der Hybridunterstützung den Cadillac herrlich stoisch anschiebt – in 8,4 Sekunden fällt die 100 km/h-Marke