Ford Mustang mit Extraspaß

Dass der Ford Mustang 2011 endlich wieder als Mustang Boss 302 ist für Fans klassischer Performance Cars ein Segen. Leider nicht hierzulande, denn nach Deutschland wird der Boss nicht offiziell eingeführt.

Wenn der Ford Mustang 2011 als Boss 302 in die Showrooms der Händler rollt, gibt es wieder soviel Bang für the Buck, das hiesige Ökos den nächsten Baum umarmen: Für lächerliche 40.145 Dollar (etwa 29.000 Euro) gibt es 440 PS aus fünf Litern Hubraum – bzw. 302 Kubikzoll. Wer sich nie einen Ford Mustang Shelby GT500 leisten konnte, war schon 1969 mit dem Boss 302 gut beraten. Zudem kommt diese Version des Ford Mustang optional mit einem besonderen Feature, das Chevrolet Camaro und Dodge Challenger auf der Rennpiste alt aussehen lassen soll: Der Ford Mustang Boss mit „Trackey“ (eine Kontraktion aus „Track“ und „Key“) wird vom Händler mit zwei verschiedenen Zündschlüsseln ausgeliefert: Einer mit schwarzem Boss-Emblem für den regulären Straßeneinsatz. Der zweite ist der Trackey mit rotem Boss-Logo.

Ford Mustang – der Schlüssel zum Glück

Wird der Ford Mustang Boss mit dem roten Schlüssel gefahren, dessen Daten über 200 Parameter der Elektronik des Boss 302 für die Hatz auf der Rennstrecke verändern, profitiert der Lenker neben den Modifikationen an Motor- und Fahrwerk auch von der zweistufigen Launch-Control. Die Ford Händler müssen die Kunden ausdrücklich vor der Nutzung des Trackey abseits der Rennstrecke warnen – die schärfere Abstimmung des Mustang Boss setzt seine Alltagstauglichkeit rapide herab, beispielsweise agieren Bremsen und Kupplung deutlich sensibler. Soll der Ford Mustang wieder am Straßenverkehr teilnehmen, reicht es, mit dem schwarzen Schlüssel die harmloseren Kennlinien wieder herzustellen. Was der Trackey kosten wird, ist noch nicht bekannt; dass bei diesem besonderen Ford Mustang Tuning die normale Werksgarantie erhalten bleibt, indes schon.

Ford Mustang Boss kommt auf 19-Zöllern

Der reguläre Ford Mustang V8 des GT mobilisiert 418 PS und 529 Nm Drehmoment – 14 Nm mehr als der Boss 302, der dafür höher tourt, weniger wiegt, verwindungssteifer und eben auch stärker ist als jeder andere Mustang ohne Zwangsbeatmung. Die sechs Gänge lassen sich über ein manuelles Getriebe mit kürzeren Schaltwegen einlegen. Der Ford Mustang Boss 302 prescht vorne elf und hinten einen Millimeter tiefer als seine Stallgenossen über den Asphalt, wobei das sportlichere Fahrwerk justiert werden kann. Die 19 Zoll Auflegen mit 255/40ZR-19-Gummis vorn und 285/35ZR-19-Reifen hinten sorgen für optimalen Straßenkontakt.
Ein neuer Frontsplitter und ein Kühlergrill ohne Nebelscheinwerfer minimieren den Luftwiderstand. Einziger Wermutstropfen: Importautos werden erheblich mehr als 29 Riesen kosten.