Opel Meriva mit Suicide Doors

Dass ein neuer Opel Meriva auch neue Tür-Bezeichnungen erhält, verwundert in diesem Fall wenig. Ein typisches Familienauto darf eben über keine Selbstmördertüren verfügen.

Der Opel Meriva hat aber keine Suicide Doors – FlexDoors heißen sie am beliebten Minivan. Gegenüber schweren Schiebetüren mit kontruktionsbedingt langem Heck haben sie einige Vorteile; die konventionellen Türen der Konkurrenz-Minivans sehen gegen sie alt aus. Immerhin nutzt Rolls Royce das Türenkonzept wieder. Was manche Pickup-Trucks und Sportwagen anbieten, sind jedoch keinen Selbstmördertüren, da erst die geöffnete Vordertür das Öffnen ihres hintern Pendants zulässt. Doch auch mit der dynamischen Seitenlinie soll der Meriva Opel helfen, aus der Krise zu fahren. Wer sich also statt der „Spirit of Extacy“ mit dem Opel-Blitz anfreunden kann, besucht seinen Autohändler im Wonnemonat Mai zur Einführung auf dem Automarkt.

Suicide Doors: Was ist dran?

Suicide Doors? Werden jene hinten angeschlagenen Autotüren aus mobiler Vorzeit schon bei geringer Geschwindigkeit von innen geöffnet, reißt der Fahrtwind die Tür auf und zieht den unangeschnallten Insassen, der zu diesem Zeitpunkt den Türgriff noch in der Hand hält, aus dem Fahrzeug. Unangenehm und oft tödlich. Auch sind diese Autoteile dazu geeignet, aussteigende Mitfahrer beachtlich einzuquetschen, öffnen sie sie unachtsam in den fahrenden Verkehr: Eine konventionell an A-oder B-Säule angeschlagene Tür reißt ab oder biegt um, kracht der überholende Hintermann hinein. Fährt er gegen die FlexDoor, verletzt diese vollkommen unflexibel Unterschenkel und Oberkörper/ Hals des Aussteigers.

Opel Meriva – 140 PS im Topmodell

Im Opel Meriva herrscht unter der Haube Motor-Downsizing, betrachtet man das Topmodell: 140 PS aus dem 1.4 16V-Aggregat. Die 200 Nm Drehmoment verraten den Turbolader. In Kombination mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe geht die Familienkutsche in 10,2 Sekunden von 0 auf 100 und macht 198 Spitze. Im Durchschnitt beträgt der Verbrauch 6,5 l, was einem CO2-Ausstoß von 154 g/km entspricht. Wer beim Autokauf nicht 18.000 Euro loswerden möchte, ist mit dem 100 PS-Einstiegsbenziner oder dem 75 PS starken Opel-Diesel sicherlich auch gut bedient. Auch die Selbstmördertüren lassen sich denkbar leicht entschärfen – wozu gibt es Kindersicherungen?