Toyota Probox – quadratisch, praktisch, langweilig

Mit dem Probox stellte Toyota neben dem Prius seine Kompetenz als einschläfernster japanischer Hersteller unwiderlegbar unter Beweis. Der Name von diesem Kastenwagen ist Pro-Gramm.

Das Design des Toyota Probox erinnert stark an den kantigen Scion XB – nur scheint dieser bis zum Ende durchdacht. Der Probox wiederum ist eng verwandt mit dem Succeed und wurde im August 2002 von Toyota in Japan eingeführt. Der Wagen ist 420 cm lang und 170 cm breit und wurde als Kombi und Lieferwagen konzipiert. Was die Verantwortlichen dazu ritt, das Fahrzeug dergestalt in die Produktion zu schicken, weiß niemand. Alt aussehen kann der Probox nämlich ganz alleine, dazu muss kein ähnliches Auto wie der ebenfalls gewöhnungsbedürftig designte Skoda Roomster daneben stehen. Dies besorgt die dem Lexus LS der frühen 90er Jahre entlehnte Front mit den eckigen Scheinwerfern schon selber.

Honda HR-V und Lada Niva machen’s vor

Mit seinen fünf Sitzplätzen stellt der Toyota Probox und dem permanentem Allradantrieb eine Art SUV dar. Was an einem solchen Reifen der Dimension 165 / 80 R 13 zu suchen haben? Vermutlich das selbe wie die starre Hinterachse mit Trommelbremsen. Ganz offenbar ist der Wagen mehr Amateur- als Pro-Box.
Wer einen kantigen Allradler auf die Räder stellen will, sollte seine Konstrukteure für ein Praktikum zu Lada schicken. Die wissen, wie es geht. Dass der eigentlich unter den japanischen Herstellern beliebte Designklau im Heimatland übrigens nicht fruchtet, ist positiv festzustellen: Wer will schon einen verlangweiligten Honda HR-V fahren? Da verwundern auch die mehr als mäßigen Absatzzahlen vom Möchtegern-Geländewagen kaum.

Dacia Logan MPV von Probox inspiriert

Der Probox ist mit genau einem Motor zu haben – einem Reihenvierzylinder mit zwei oben liegenden Nockenwellen (DOHC), der über Toyotas variable Ventilsteuerung (VVTi) verfügt. Das mit Bohrung und Hub von 75,0 mm bzw. 84,7 mm leicht langhubig ausgelegte Triebwerk ist 10,5: 1 verdichtet. Der Benziner vom Typ 1NZ-FE hat einen Hubraum von 1.496 cm³ und mobilisert 105 PS bei 6.000 Umdrehungen sowie ein maximales Drehmoment von 138 Nm bei 4.200 Touren. Der Designpate des Dacia Logan MPV nutzt ein manuelles Fünfganggetriebe oder eine vierstufige Automatik zur Kraftübertragung. Wann die Produktion eingestellt und ein lebenslanges Berufsverbot gegenüber allen beteiligten dieser Schlaftablette verhängt wird, wollter Toyota bisher nicht bekanntgeben.

5 Comments

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  1. Also ich muss sagen der sieht wirklich langweilig aus, um nicht zu sagen hässlich.So eine Karre kan man nur dann kaufen wenn sie sehr preiswert ist oder aber zur Arbeit zu gebrauchen ist.

  2. Ich frage mich, wo wird ein solches Auto heute noch nachgefragt? Heute sind wohlproportionierte und gut designte Autos doch eigentlich schon Standard. Siehe z.B. Audi. Die legen in jeder Automobilklasse immer eine Spitzenleistung hin.

  3. Dieser Wagen ist wirklich nicht gerade eine optische Glanzleistung. Manchmal gibt es wirklich Momente wo man sich fragt, wie sowas genehmigt werden konnte. Dieses Modell habe ich allerdings bislang in Deutschland noch nicht gesehen, so dass man vielleicht auf ein Modell hoffen kann welches nur im Ausland verkauft wird…

  4. Ich glaube nicht das dieses Auto für den Europäischen Markt bestimmt ist.
    Doch in der Südamerianischen Landschaft mit teils sehr schlecht ausgebauten Straßen wird sich dieser Toyota Probox sicherlich Behaupten denn dort kommt es weniger auf’s Dessign an, sondern ehr auf die Leistung wozu solch ein Fahrzeug imstande ist.

    Mit seinen fünf Sitzplätzen stellt der Toyota Probox und dem permanentem Allradantrieb eine Art SUV dar. Was an einem solchen Reifen der Dimension 165 / 80 R 13 zu suchen haben? Vermutlich das selbe wie die starre Hinterachse mit Trommelbremsen. Ganz offenbar ist der Wagen mehr Amateur- als Pro-Box.
    Nur mal so ein Beispiel: In Paraguay würde dieses Auto sicherlich noch mit Kusshand gekauft.

  5. Genau Pikas.
    Nur weil mal ein Auto nicht für den europäischen Markt konzipiert ist, ist das Geheule groß. Und glaubt mal nicht, dass sich der erfolgreichste Autohersteller der Welt keine Gedanken macht, bevor er ein Auto in Serie gibt.