Schlossenteiser fürs Auto im Winter

Eingefrorene Türschlösser am Pkw sind mit den immer weiter verbreiten Funkschlüsseln für die meisten Autofahrer kein Thema mehr. Trotzdem ist ein Fläschchen Schlossenteiser nicht zu verachten.

Ist das Kfz-Türschloss im Winter erst einmal eingefroren, ist es oft schon zu spät. Wenn die kleine Klappe, die das eigentliche Schloss abdeckt und mit dem Eindringen des Schlüsselbartes bei Seite geschoben wird, sich noch öffnen lässt, kann Schlossenteiser in das Schloss geträufelt werden und dort wirken. Ist jedoch auch die Schlossklappe zugefroren, empfiehlt es sich, mit einem Heißluft-Fön entgegen zu wirken. Ist bei einem Youngtimer oder einem Oldtimer die kleine Klappe nicht oder nicht mehr existent, stellt ein kleiner Magnet, der vor allem in der kalten Jahreszeit über die Öffnung gehaftet wird, einen guten Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit dar.

Glyzerin sichert Autofahren im Winter

Schlossenteiser bestehen typischerweise zum größten Teil aus Glyzerin oder Glykol. Diese lösen das Eis auf, stellen jedoch nur die Lösung eines Problems dar, dessen Wurzel woanders liegt: Wird das Innenleben der Türschlosses regelmäßig geölt bzw. gefettet, hat eindringendes Wasser es viel schwerer, sich festzusetzen und dann als Eis bewegliche Teile zu blockieren. Den Autoschlüssel mittels eines Feuerzeugs zu erhitzen, kann sich als hilfreich erweisen; zu beachten ist allerdings, dass Metall Wärme leitet und damit auch eine Funkeinrichtung am Schlüssel schädigen kann. Wo der Schlossenteiser lagert, bleibt jedem selbst überlassen, doch der Platz sollte sich tunlichst nicht im Auto befinden. Die sonst allwissende StVo hält sich hier allerdings vornehm zurück.

Autotür gegen Einfrieren wappnen

Das Autofahren im Winter ist zwar durch die Funkschlüssel erheblich unkomplizierter geworden, kämpft jedoch weiter mit zugefrorenen Türen. Hier frieren nicht die Türen an ihren Scharnieren, sondern die Gummidichtungen der Autotür an der Karosserie fest. Zwar ist es möglich sie unter Einsatz roher Kraft aufzureißen, doch tut dies den Dichtungen nicht gut und kann zudem zu Gesichtsverletzungen führen, wenn die Tür beim kraftvollen Zug plötzlich nachgibt. Da sich der gewissenhafte Kfz-Halter vor Nachbarn oder Kollegen so nicht lächerlich machen will, reibt er das Gummi rechtzeitig mit Glyzerin ein, was die Dichtungen nicht nur vor dem Anfrieren, sondern auch vor dem Sprödewerden bewahrt.

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