BMW Z4 sDrive – Die Stoffhaube war gestern.

Man könnte aus allen Wolken fallen. Hatte BMW noch lange Zeit mit Blick auf Mercedes darauf gepocht, dass ein echter Roadster nun einmal ein Stoffdach braucht, so hat man sich offensichtlich eines „Besseren“ besinnt. Der neue Z4 kommt 2009 und zwar mit Alu-Dach.

Das Klappdach ist aber auch die einzige wirkliche Überraschung, welche die Münchener den Z4-Fans zumuten, ansonsten setzt der „Neue“ auf bewährte Qualitäten.

Markantes Design, eine optimierte Aerodynamik und wie immer exzellente Fahreigenschaften zeichnen den BMW Z4 sDrive 23i aus. Auf den ersten Blick ist klar, welches Auto man vor sich hat. Die nach oben gezogenen Scheinwerfern und das Haifischgesicht erinnern sehr an den 3er und die lange Schnauze und das kurze Heck wirken wie vom 6er geerbt. Traditionsbewusst eben.

Schließlich ist das Verdeck aus Aluminium schon revolutionär genug, da erscheint es zu riskant, die gewohnte und beliebte Silhouette des Z4 noch weiter zu verwässern. Die Erwartungen an den neuen BMW Z4 sDrive 23i sind groß. Der erste Roadster hatte sich seit seiner Einführung 2003 zwar ganz ordentlich verkauft, war aber doch hinter den Erwartungen zurück geblieben. Der „Neue“ soll es nun richten.

Drei Reihen-Sechszylinder von 204 bis 306 PS stehen als Antriebsaggregat anfangs zur Wahl. Ventilsteuerung, Direkteinspritzung, Bremsenergierückgewinnung und Euro-5 inklusive. 2010 wird zusätzlich noch eine M-Version erscheinen, aber bis dahin stellt der BMW Z4 sDrive 35i das Topmodell der neuen Serie. Der 35i soll mit seinen 306 PS, der Siebengang-Sportautomatik und seiner Doppelkupplung nur neun Liter Super auf  100 Kilometer verbrauchen. Die „leistungsschwächste“ Variante, der 23i, mit 204 PS liegt mit 8,2 Litern auch nicht ebenen deutlich darunter. Mittelfristig sollen noch verbrauchsärmere Vierzylinder folgen. Für den Sprint von null auf 100 km/h veranschlagt BMW für den 23i 6,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 241 km/h liegen.

Erfreulich ist, dass sich das Navigationssystem endlich an das iDrive-System angepasst hat, auch wenn das 8,8 Zoll-Display noch immer recht effektlos aus der Armatur ausfährt.

Natürlich setzt BMW wieder auf eine größtmögliche Sicherheit der Passagiere. Neben einer extrem steifen Karosserie schützen vor allem Head-Thorax-Airbags an der Front und den Seiten die Passagiere vor unangenehmen Kontakten mit der Umgebung. Verstärkte A-Säulen und Überrollbügel gewähren auch bei einem Überschlag moderate Überlebenschancen.

Das günstigste Modell wird 35.900 Euro kosten. Für das Topmodell sollte man, wenn Anfang Mai 2009 der Verkauf startet, mindestens 47.450 Euro einplanen. Wem die Zeit bis dahin zu lang werden sollte, der kann sich den BMW Z4 sDrive ja momentan auf dem Genfer Autosalon 2009 schon mal  anschauen.

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2 Comments

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  1. Im Wesentlichen zutreffend – aber was soll die immer wiederkehrende, monotone Kritik an dem ausfahrbaren Bildschirm ? Dieses ist gerade effektvoll, platzsparend und lässt das Cockpit aufgeräumt und minimalistisch wirken. Es ist halt die beste Lösung. Insbesondere wenn man bedenkt, das dieses Auto auch eine nicht unwesentliche Zeit offen gefahren wird und somit störender Staub auf dem Display vermieden wird.

  2. Bei dem Z4 schwanke ich immer wieder zwischen „echt geil“ und „zu Hai-fischig“. Aber in der oben abgebildeten Farbvariante wirkt er doch deutlich unaufdringlicher und edler.