Porsche 911 Targa 4S – Offenheit nach Wunsch

Knapp ein Jahr ist es her, dass Porsche den 911 Targa 4S auf der New Yorker Autoshow der breiten Öffentlichkeit präsentierte, doch erst jetzt wird das neue Modell über die Straßen der Welt rollen. Der Ruf des Targa, egal bei welchem Hersteller, war nie wirklich gut. Die Zwischenlösung zwischen Cabrio und normaler Sportwagenkonstruktion hatte gerade in einer Anfangszeit erhebliche Probleme. Undicht, nervige Gummidichtungen und freistehende Bügel sorgten für mehr Unruhe als Freude.

Heutzutage präsentiert man einen Targa mit wesentlich mehr Know-How. Das komplizierte Herausnehmen per Hand entfällt, vielmehr geschieht die neu gewonnene Offenheit mit spielender Leichtigkeit auf Knopfdruck. Perfektioniert wurde dieses Verfahren beim neuen  Porsche 911 Targa 4S, der ohne seinen wirklichen Charakter als 911er zu verlieren, erfrischend neu daher kommt. Das liegt in erster Linie an der imposanten Heckscheibe mit dunklem Glaseinsatz. Generell ist es faszinierend zu beobachten, auf welche Weise Porsche es immer wieder gelingt, den 911er am Leben zu erhalten und trotzdem etwas Neues zu kreieren.

Der 4S wird über einen 3,8-Liter-Motor verfügen, der beeindruckende 388 PS auf die Straße bringt. In unter fünf Sekunden lässt sich der Porsche Targa auf 100 km/h und maximal auf 288 km/h beschleunigen. Wer jetzt erwartet, dass die Geräuschkulisse sich bei diesem Geschwindigkeiten rasant ins Schmerzhafte entwickelt, sieht sich beim 4S getäuscht. Der Verbrauch von 13 Litern bewegt sich für einen Sportwagen im annehmbaren Bereich, bei den aktuellen Spritpreisen wird sinnlosen Cruisen aber betraft. Aber für die Menschen, die die stolze Summe von 107.000 Euro berappen können, dürfte dies natürlich kein Problem sein.

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