Opel Flextreme

Opel hat sein neues Umweltkonzept in Form des Opel Flextrem bereits schon im September auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Doch jetzt scheint Opel auf Promotour zu gehen, denn nur so kann ich es mir erklären, dass Opel seinen Flextreme im Berliner Hauptbahnhof ausstellt.
Der Flextreme ist ein Ergebnis der fortwährenden Strategie von GM, neue umweltfreundliche Fahrzeuge mit neuer Antriebstechnologie zu produzieren. Damit folgen sie konsequent ihrem Ziel, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und weniger abhängig vom Erdöl zu sein. Im Fall des Flextremes ist das umweltfreundliche Elektroantriebskonzept in ein modernes Design mit vielen Innovationen verpackt worden. Der Opel besitzt ein Elektromotor, der von einer großen Lithion-Ionen-Batterie seine Energie bekommt. Im reinen Batteriebetrieb kommt der Fahrer 55km weit. Für längere Strecken ist der 1,3 Liter große Dieseltank noch mit an Board, er versorgt die Batterie mit zusätzlichen Ladestrom. Der Motor ist nur für den Ladestrom verantwortlich, mit ihm wird der Wagen nicht angetrieben, also kein Hybridantrieb.

Ein transparentes Dach, zwei seitlich nach oben öffnende Heckklappe und die gegenläufig öffnenden Türen (früher auch als Selbstmördertüren bekannt) machen den Opel Flextreme nicht nur schön, sondern auch markant und einzigartig.

Ein weiterer Clou ist der Unterflur Gepäckraum und die zwei zusätzlichen „High-Tech-Elektropersonenroller“, die unterhalb des Gepäckraums versteckt sind. Mit ihnen kann man weitere 35km ohne CO2-Ausstoß fahren. Also insgesamt 90 km umweltfreundliches Reisen. Die Roller, sowie die Batterie können unterhalb des Kofferraums über eine Dockingstation mit 220V aufgeladen werden. Also Stecker in die Wand und das Auto und die beiden Motorroller zu hause in der Garage aufladen.

Naja, der Grundgedanke ist ja nicht schlecht, aber mit der derzeitigen Reichweite überhaupt nicht zweckmäßig. Über Preis und Markteinführung ist mir noch nichts bekannt. Aber auf jeden Fall hat Opel bewiesen, dass umweltfreundliche Autos auch schön sein können.

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8 Comments

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  1. Die Roller heissen übrigens Segway, sind in mehreren Bundesländer für den Strassenverkehr zugelassen. Bei der Flextreme Vorstellung konnte ich einen ausprobieren und war sehr beeindruckt, wie intuitiv er sich bedienen lässt. Wenn der Preis nicht wäre…

  2. Es ist ja nur eine Studie, noch dazu eine fragliche. Was nützt ein Auto, mit dem ich nur 55 km fahren kann und dann abhängig von immer teurer werdenden Strom aus der Steckdose bin. Meine Frage wäre, ob z.B. die Rollenergie überhaupt genutzt wird und als Strom im Energiespeicher gebunkert wird, um sie im Antriebsmodus wieder nutzen zu können? Ich sehe bei dieser Studie wirklich keine Alltagstauglichkeit, dabei tut Opel so, als hätten sie das Auto neu erfunden.
    Die Antriebstechnologie, die Toyota mit seinem „Prius-Hybrid“ anbietet ist da wegweisend und schon seit ca 10 Jahren zuverlässig im Einsatz. Es ist das Auto mit dem günstigsten Verbrauch und dem geringsten Schadstoffausstoß in seiner Klasse! In meiner Familie läuft seit 7 Jahren der alte Prius und hat 165 000 km problemlos runtergespult. Auch der aktuelle Prius, den ich jetzt ein Jahr habe begeistert mich total! Wenn andere Autos an der Ampel sinnlos dahintuckern und die Umwelt belasten, ist bei mir Ruhe.
    Als Toyota mit dieser neuen Technologie auf den Markt kam, wurden Sie von anderen Autoherstellern belächelt. Die anderen reden nur, Toyota aber ist mit seiner Hybrid-Technik anderen um Jahre voraus. Mich hat diese Technik auf grund jahrelanger Erfahrung überzeugt, wobei ich anfangs auch sehr skeptisch war, was sich dann aber schnell in Begeisterung wandelte. Da mich diese Hybrid-Technologie überzeugt hat, zum einen in Sachen Umweltfreundlichkeit, zum anderen der günstige Verbrauch, sowie auch der gute Fahrkomfort und Verläßlichkeit, muß ich heute sagen, ich möchte nichts anderes mehr fahren!

  3. Bitte alle Unterlagen (Katalog/Prospekte ect.)vom Flextrem senden an:

    Karl Kreß
    Äußere Münchner Str. 90a
    D-83026 Rosenheim

    Vielen Dank

  4. Überlegt doch mal: Wieviele Strecken für die Mehrzahl der Berufstätigen sind länger als 50 km?
    Also: 50 km günstig zur Arbeit, aufladen, Günstig zurück. Wird’s mal weiter, hilft der Diesel mit Ladestrom – hat offensichtlich der Artikelschreiber nicht kapiert.
    Übrigens: Da der Diesel mit einer Verbennung arbeitet, die auf eine bestimmte konstante Drehzahl optimiert ist, wird er weniger Schadstoff produzieren als bei variablem Fahrbetrieb – auch weniger als beim Hybrid.
    Soweit so gut. Die Sache macht allerdings umwelttechnisch so lange wenig Sinn wie der Schadstoffausstoß nur vom Auto aufs Kraftwerk verlagert wird. Allenfalls hift dies dem Hersteller, das neue Flottenziel von 120 g/km leichter zu erreichen.

  5. Ein Zentrales Kraftwerk hat aber einen viel besseren Wirkungsgrad, um die 90%. Und ich habe gelesen, das dieses Fahrzeug mit seinem weniger als 30 L fassenden Tank rund 700 km weit kommen soll. Für mich wäre das Antriebsprinzip optimal.

  6. hm, klingt ganz okay das Konzept. Wenn man das nun auch mit 100%igen Öko-Strom koppelt (welchen ich schon seit Mitte ´07 anwende), ist der Flextrem der Anfang um das Sience-Fiction-Ziel von Back to the Future zu erreichen. Und das mega umweltbewusst.

    *Daumen-hoch*